20220 Allegra Erkenntnisse
Wie schnell sind eure digitalisierten Allegras?
Liegt es evtl. am ESU-Decoder?
Könnte ich sonst einen Fehler gemacht haben? (Habe erst vor kurzem mit GB und Digitalbetrieb angefangen.)
Den Parameter "Maximalgeschwindigkeit" habe ich bereits auf 255 (100%) geändert.
Bearbeitet von Wolfgang am 08.08.2016, 04:00
Gruß
Wolfgang
Hallo Waldbhaner
tönt alles sehr proffseionell, habe schon lange den Gedanken gefasst, mein Allegra von ZIMO auf ESU umzubauen.
Wie schnell sind eure digitalisierten Allegras?
Mit "normal" schnell, ohne zu rechnen, aber es sieht optisch ganz gut auf, nicht zu langsam und auch nicht zu schnell.
Könnte ich sonst einen Fehler gemacht haben?
Kann ich ir gar nicht vostellen, wenn man so ein Projekt durchgezogen hat, aber "könnte" ist ja dann doch immer möglich. Dass zufällig die Funktion "Rangiergang" aktiviert ist? Was zeigt die Fahrstufe bei Maximalgeschwindigeit an?
Den Parameter "Maximalgeschwindigkeit" habe ich bereits auf 255 (100%) geändert.
Das ESU Projekt für den Allegra passt "Traktionsmässig" auf fasst alle Fahrzeuge von Grossbahnen (nicht der Sound 😳 ), von daher ist ein Fehler am Deocder fast aus zu schliessen.
LGDani
Hallo Waldbahner,
wie hoch ist die Spannung am Gleis? Sollte bei 19-21V liegen.
Der Allegra zieht relativ viel Strom - vermutlich geht die Zentrale in "die Knie". Meine Versuche mit ESU ECoS und 8A Booster sowie Zimo (8A) zeigen ein absolut normales Verhalten.
Eventuell hilft eine Erhöhung der CV 53.Viele Grüße
vom BerndHallo Dani,
vielen Dank,
dneu schrieb:
tönt alles sehr proffseionell, habe schon lange den Gedanken gefasst, mein Allegra von ZIMO auf ESU umzubauen.Welche Vorteile siehst du beim ESU?
dneu schrieb:
Mit "normal" schnell, ohne zu rechnen, aber es sieht optisch ganz gut auf, nicht zu langsam und auch nicht zu schnell.Kannst du es beschreiben in Relation zur Schrittgeschwindigkeit? Meine 0,75 m/s sind ja gerade mal halbe Schrittgeschwindigkeit.
Reichen würde mir das voll ganz, ich plane derzeit nur ein Mini-Projekt, und es ist ja auch keine Carrera-Bahn. :D Trotzdem will ich mein Material top in Schuss haben, d.h. er soll so schnell fahren können wie es sich für einen Allegra gehört.
dneu schrieb:
Kann ich mir gar nicht vostellen, wenn man so ein Projekt durchgezogen hatMag daran liegen dass technische Projekte auch mein Beruf sind, aber in aktuelle Modellbahntechnik lese ich mich erst seit 4 Wochen ein.
dneu schrieb:
Dass zufällig die Funktion "Rangiergang" aktiviert ist?F6 war aus, aber ich werde das nochmal explizit nachprüfen.
dneu schrieb:
Was zeigt die Fahrstufe bei Maximalgeschwindigeit an?Die CS2 zeigt 28, siehe Bild. Wie gesagt: Die kleine Dampflock kommt locker mit Fahrstufe 17 ... 18 hinterher.
Gruß
Wolfgang
Hallo Bernd,
auch Dir vielen Dank.
Bernd schrieb:
wie hoch ist die Spannung am Gleis? Sollte bei 19-21V liegen.Der Allegra zieht relativ viel Strom - vermutlich geht die Zentrale in "die Knie".
Werde ich mal prüfen wenn ich wieder aufgebaut habe.
Ich habe die CS2 mit 60061 60 Watt-Netzteil am Laufen. Ich jetzt kann nur so viel sagen, dass der Allegra nicht langsamer wurde nachdem ich die Dampflok dazu genommen habe.
Bernd schrieb:
Meine Versuche mit ESU ECoS und 8A Booster sowie Zimo (8A) zeigen ein absolut normales Verhalten.Kannst du es schätzen in Relation zu Schrittgeschwindigkeit? Mir fehlt noch die Erfahrung was "normal" ist.
Bernd schrieb:
Eventuell hilft eine Erhöhung der CV 53.Ok, auch das kommt auf die Agenda für den nächsten Test.
Gruß
Wolfgang
Also mein Allegra ist ja auch ein ehemals analoger und hat nun den MLGB Sounddecoder drin. Bei Vollgas(Strom) muss ich zügig mitlaufen und ich habe keine kurzen Beine bei 1.97m Grösse. ;)
Falls der Rangiergang drin ist, gib einfach mal volle Power und dann den Rangiergang ein und ausschalten, geschieht nichts stimmt was nicht. Beim Rangiergang wird meiner sofort halb so schnell.
Nur eine ganz kleine Idee:
Ist sicher das auch BEIDE Motoren laufen oder wird einer mitgeschleppt? Mit den LGB-Untersetzungen geht das ja.
Einfach mal ein Ende anlupfen und schauen ob die Räder drehen, dann das andere Ende.
So toll sind die Kabelverbindungen nicht als das da nicht mal ein Wackler drin sein kann.
also bei mir werkelt ein XLS-M1 Dekoder von Massoth drin, der auch einfach reingesteckt ist.
Der ESU-4.1 ist ein ganz toller Dekoder und aktuell nach meinem Geschmack der beste den es gibt. die 4.1 ist nur die Erweiterung auf die SUSI-Pin (die ja nur an dem einen Ende nötig sind).
Allerdings hat MLGB versucht ESU als ehemaligen Gefährten auszubremsen, indem sie statt des alten Kodierpin den SENSOR-2 Pin weggelasen haben. Das hat mich auch zuerst irritiert.
Der ESU4.0/4.1 passt übrigens prima auf das Dekoder-Service-Board von MAssoth, wenn man die Kodierung entfernt. ;)
Grüße
Michael
dneu schrieb:
tönt alles sehr proffseionell, habe schon lange den Gedanken gefasst, mein Allegra von ZIMO auf ESU umzubauen.Interessant, wieso das nun? Ich habe meinen Allegra von anfänglich ESU auf Zimo umgebaut ;) An den Fahrfunktionen etc. hatte ich rein nichts zu bemängeln, alles bestens. Einzig die fixe Anfahrsequenz des Soundprojektes hat mich derart gestört, dass ich eben auf Zimo gewechselt habe. Der ESU-Decoder tut nun seinen Dienst in der Ge 4/6.
Gruss, Stefan
RhB um 1990, als noch ohne Taktfahrplan gefahren wurde, letzte grüne Loks sowie GmP mit Ge 6/6 I verkehrten
Hallo Fahau,
danke auch dir.
Fahau schrieb:
Also mein Allegra ist ja auch ein ehemals analoger und hat nun den MLGB Sounddecoder drin. Bei Vollgas(Strom) muss ich zügig mitlaufen und ich habe keine kurzen Beine bei 1.97m Grösse. ;)Na das ist doch mal eine vergleichbare Geschwindigkeitsangabe. Dem entsprechend wäre meiner wirklich zu langsam.
Welche Gleisspannung fährst du? (Zentrale / Netzteil?)
Fahau schrieb:
Falls der Rangiergang drin ist, gib einfach mal volle Power und dann den Rangiergang ein und ausschalten, geschieht nichts stimmt was nicht. Beim Rangiergang wird meiner sofort halb so schnell.Ja, werde ich machen.
Gruß
Wolfgang
Hallo Michael,
danke nochmals für all deine Mühe hier! Zum Beispiel der Hinweis dass man die Panto-Antriebe der Ge 4/4 verwenden kann war sehr hilfreich, die gibt es bei Modell-Land, sind schon in der Post. :)
mibema schrieb:
Ist sicher das auch BEIDE Motoren laufen oder wird einer mitgeschleppt?Ja, habe ich ausprobiert.
mibema schrieb:
also bei mir werkelt ein XLS-M1 Dekoder von Massoth drin, der auch einfach reingesteckt ist.Und wie schnell ist dein Zug im Verhältnis zur Schrittgeschwindigkeit?
mibema schrieb:
Der ESU4.0/4.1 passt übrigens prima auf das Dekoder-Service-Board von MAssoth, wenn man die Kodierung entfernt.Ist das besser als der ESU-Programmer?
Hat eigentlich jemand die Pinbelegung der Wagen-Verbindungskabel? Es soll ja da für den 21225 ein Programmierkabel geben das nur bestimmte Pins verbindet.
Gruß
Wolfgang
Also den ESU-Programmer benötigt man ja dennoch, es geht nur darum das man auf dem Service-board den Dekoder schön extern "stand-alone" programmieren kann. Als mechanischer Adapter sozusagen.
die Pin-Belegung habe ich, bzw. habe mir ein Programmierkabel selber gebaut was nur ein paar der Drähte hat. Da geht es darum, möglichst wenig Störungen auf die Leitungen zu bekommen....
also ich programmieren den Mittelwagen einzeln, damit eben keine langen Strippen dran sind.
EMV-mäßig ist der Allegra eine Katastrophe, daher starben auch soviele am Anfang und wurden in Göppingen mit diesen Filterplatinchen nachgerüstet.
Grüße
Michael
Waldbahner schrieb:
mibema schrieb:
also bei mir werkelt ein XLS-M1 Dekoder von Massoth drin, der auch einfach reingesteckt ist.Und wie schnell ist dein Zug im Verhältnis zur Schrittgeschwindigkeit?
Flott, sehr flott. Ich müsste mich anstrengen trotz 189 cm Länge.... 😆
In diesem Punkt bin ich froh das ich im Kreise herum fahre, es kommt immer wieder und fährt nicht weg.... 🤪
Michael
Danke nochmal Michael für deine Infos.
Kannst du bei Gelegenheit die Pinbelegung einstellen?
Gruß
Wolfgang
hab' ich mal für und mit Massoth ausgemessen, also so Garnichts im in-net zu finden war.
MUSI ist ein Spitzname für die MLGB-SUSI Schnittstelle, weil sie da einiges anders machen als die Norm....
FA1 ist der Ausgang für den vorderen Panto, FA2 für den hinteren und der FA3 bleibt im Mittelwagen und steuert den mittleren Panto sofern angetrieben.
Kosten pro Antrieb 56,- EUR bei Märklin, das ist moderat. Da lohnt es sich kaum ausgelutschte Antriebe mit den alten, braunen DEG-Pertinax-Platinen zu kaufen.
Grüße
Michael
Bearbeitet von Becker Michael am 08.08.2016, 21:50
Super Michael, vielen Dank!
Dann kann ich mir auch ein praktisches Kabel bauen.
mibema schrieb:
Kosten pro Antrieb 56,- EUR bei Märklin, das ist moderat. Da lohnt es sich kaum ausgelutschte Antriebe mit den alten, braunen DEG-Pertinax-Platinen zu kaufen.Ich habe die hier bestellt, sind das die minderwertigen?
Bearbeitet von Wolfgang am 08.08.2016, 22:13
Gruß
Wolfgang
Waldbahner schrieb:
Super Michael, vielen Dank!Dann kann ich mir auch ein praktisches Kabel bauen.
mibema schrieb:
Kosten pro Antrieb 56,- EUR bei Märklin, das ist moderat. Da lohnt es sich kaum ausgelutschte Antriebe mit den alten, braunen DEG-Pertinax-Platinen zu kaufen.Ich habe die hier bestellt, sind das die minderwertigen?
Nein, das sind die Guten, mit ME-Platine und gekapselten Schaltern. Bei den alten flog schon mal die Feder aus dem Knachfrosch-Schaltern heraus....
Das wären die hier:alte Antriebe
Grüße
Michael
Hallo,
aber mit diesen Antrieben gehen zumindest bei Ge 4/4 II und 4/4 III in der Originalversion die Panthos wie Fliegenklatschen hoch? Ist beim Allegra die Ansteuerung da anders? Bzw. haben die neuen Antriebe da eine andere Ansteuerungselektronik, vom Antrieb selbst her müsste ja eine langsamere Gangart machbar sein?Grüsse
Herby
mibema schrieb:
Nein, das sind die Guten, mit ME-Platine und gekapselten Schaltern. Bei den alten flog schon mal die Feder aus dem Knachfrosch-Schaltern heraus....Und nochmals vielen Dank Michael!
Bearbeitet von Wolfgang am 09.08.2016, 11:36
Gruß
Wolfgang
hesch schrieb:
Hallo,
aber mit diesen Antrieben gehen zumindest bei Ge 4/4 II und 4/4 III in der Originalversion die Panthos wie Fliegenklatschen hoch? Ist beim Allegra die Ansteuerung da anders? Bzw. haben die neuen Antriebe da eine andere Ansteuerungselektronik, vom Antrieb selbst her müsste ja eine langsamere Gangart machbar sein?Grüsse
Herby
Also, ob alt oder neu, der Aufbau ist gleich:
- Platine mit 2 Endschaltern
- Motor mit Ritzel
-Zahnschieber mit gefedertem Betätiger (damit man den Panto auch runterdrücken kann).
Die alten Platinen waren fest miteinander verkabelt, für die analogen 2043 und 2143 waren sie so verdrahtet, das bei Richtungswechsel erst der zweite Panto hoch fuhr, erreichte der den Endschalter fuhr der erste runter. Somit klappte das auch analog und bei echtem Fahrleitungsbetrieb.
Mit den neuen Ge4/4-II und bei allen Ge4/4-III wurden zuest die "intelligenten" Pantosteuerungen eingesetzt, die die 6polige LGB-Schnittstelle hatten, dann die neue kompskte die allerdings einen Onboard Dekoder benötigt und über den roten Sound Anschluss gesteuert wird.
Bei der alten Platinen war "Fliegenklatsche" Pflicht, weil man ja kaum Zeit hatte und vor allem kaum Spannung beim analogen Umpolen.
Bei den neuen, wo die Endschalter über 6polige Kabel herausgeführt werden, wäre digital auch Takten möglich.
MLGB macht das beim Allegra, per PWM. Daher geht es da etwas sachter zur Sache. Aber die kleinen Motoren sind halt doch keine Servos.
Falls jemand alte DEG-Antriebe hat (aus 2043 oder 2143), ich kann die umverdrahten auf 6polige Kabel damit sie an den neuen Platinen arbeiten.
Grüße
Michael
So, heute habe ich wieder mal die Teststrecke aufgebaut und bin euren Tipps nachgegangen, leider ohne Erfolg:
Fahau schrieb:
Falls der Rangiergang drin ist, gib einfach mal volle Power und dann den Rangiergang ein und ausschalten, geschieht nichts stimmt was nicht. Beim Rangiergang wird meiner sofort halb so schnell.Habe ich probiert: Schalte ich auf Rangiergang dann wird der Zug noch erheblich langsamer.
Bernd schrieb:
wie hoch ist die Spannung am Gleis? Sollte bei 19-21V liegen.gemessen: 20,0 Volt (effektive Wechselspannung)
Anzeige CS2: 18,7 Volt
Bernd schrieb:
Eventuell hilft eine Erhöhung der CV 53.Daran lag es auch nicht:
Erhöhung von CV 53 führt dazu dass die Endgeschwindigkeit schon bei kleinerer Fahrstufe erreicht wird, aber schneller wird er nicht.
mibema schrieb:
Nur eine ganz kleine Idee:Ist sicher das auch BEIDE Motoren laufen oder wird einer mitgeschleppt?
Beide laufen.
Bin auch probeweise nur mit dem linken und nur dem rechten Triebkopgf gefahren: Beide verhalten sich identisch.
Trotzdem vielen Dank!
Weitere Ideen woran es liegen könnte?
Was kann ich noch falsch gemacht haben?
Fehler beim Einbau sind sonst kaum möglich. Umgebaut nach ESU-Anleitung. Die Sache mit den neuen ZB Clk und Data-Pins war laut Michael so richtig (abweichend von der in dem Punkt wohl veralteten ESU-Umbau-Anleitung).
Projekt original von ESU 56547, genau für diesen Triebwagen optimiert. Dann noch Maximalgeschwindigkeit von 200 auf 255 erhöht.
Im ESU-Forum habe ich mich seit seiner Woche angemeldet, die schlafen noch mit der Freischaltung.
Im Job ist das der Punkt wo man statt weiter Zeit zu verlieren das Konkurrenz-Produkt testet. Habe mir schon mal den originalen Märklin Decoder bestellt um die Gegenprobe zu machen.
Wenn das nicht hilft liegt es vielleicht am Zug.... oder an der CS2, halte ich aber für unwahrscheinlich.
Oder welche Ideen habt ihr noch?
Bearbeitet von Wolfgang am 14.08.2016, 22:43
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Falls du das noch nicht gemacht hast - ich würde den Allegra erst mal rein analog tested.
Also ohne Zentrale, nut mit einem normaled Gleichstrom Trafo der mindestens 2 Ampere bei 24 Volt schafft, besser wäre die LGB 5 Ampere Version.
Dann wißt du wenigstens ob das Problem am Allegra selbst liegt oder am Decoder.
Gruß,
KnutKnut schrieb:
Falls du das noch nicht gemacht hast - ich würde den Allegra erst mal rein analog tested.Hallo Knut,
danke auch für deinen Hinweis.
Ja, das würde die Erkenntnisse erweitern, wobei ich gefühlsmäßig nicht an ein Problem am Zug glaube:
Der Saft geht vom Decoder direkt zum Motor. Da sich beide Motoren gleich verhalten müßten beide gleich defekt sein, und ein defekter Motor äußert sich kaum in zu niedriger Drehzahl, zumal er auch nicht übermäßig Strom zieht: 0,7 A bei Betrieb mit einem Triebkopf.
Bisher sagte mein Gefühl dass ich mangels Erfahrung irgend eine Kleinigkeit übersehen haben.
Mittlerweile vemute ich den Fehler allerdings irgendwo bei ESU: Vielleicht nochmals irgend eine nirgends dokumentierte Änderung oder sowas.
Trotzdem wäre der Analogbetrieb mal einen Versuch wert, welche Spannung sollte ich denn als Referenz nehmen? 19...21 Volt? Ich müßte mir halt vom Büro ein Labornetzteil mitbringen.
Und wenn ich schon dabei bin bringe ich gleich ein Oszi mit um den Decoder-Ausgang anzukucken. Puh, ich hatte nicht erwartet dass das hier in Arbeit ausartet. :D
Bearbeitet von Wolfgang am 15.08.2016, 01:34
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Also wenn ich so die letzten paar Seiten dieses Threads durchlese würde ich fast darauf tippen daß deine Kombination 60 Watt Netzteil/CS2 Zentrale für den Allegra ungeeignet ist.
Ich weiß, du schriebst daß deine Lok mit MZS bei einer viel niedrigeren Fahrstufe mithielt, aber.....
Wenn du ein Labornetzteil zum Testen benutzen kannst würde ich den Allegra erst mal damit fahren - also CS2 Verbindung zum Gleis abtrennen und den Allegra nur reinem Gleichstrom betreiben.
Beim Labornetzteil (ich nehme es ist eins wo man Spannung und Strom einstellen kann) die Spannung anheben bis zu maximal 24 VDC und aufpassen daß der Strom nicht begrenzt wird.
Also reiner analoger Bdtrieb - nichts digitales.Angenommen der Allgra braust jetzt durchs Land mit einer Geschwindigkeit wie erwartet, dann würde ich die CS2 Zentrale wieder ans Gleis anschliessen und das Labornetzteil als Stromversorgung für die CS2 Zentrale benutzen.
Labornetzteil eingestellt auf 19 Volt da dies der Ausgang des Schaltnetzteils ist welches du benutzt.Und wenn du auch ein Oszilloskop mitbringst, schaue dir das DCC Signal am Gleis an und messe die DCC Spannung mit Labornetzteil als Stromversorgung und auch mit Märklin Netzteil als Stromversorgung.
Du schriebs du mißt 20,0 Volt (effektive Wechselspannung) - was für ein Meßgerät benutzt du denn?
DCC Spannung kann man nicht mit einem normalen Multimeter messen - man braucht entweder ein "True-RMS" Meter (das bis zur DCC Frequenz messen kann), dann ist der gemessene Wert fast richtig, gut genug in Praxis, oder man nimmt ein DCC Voltmeter, oder ein Oszi, oder man mißt mit einem DC Multimeter mit vorgeschalteter Grätzbrücke and zählt den Diodenspannungsabfall hinzu - aber ein Multimeter mit AC Meßskala zeigt da nicht den richtigen Wert an.Ich lese auch gerade daß es drei Versionen der CS2 Zentrale gibt, 60213, 60214 und 60215, welche benutzt du?
Grüße aus Canada,
KnutErgebnisse der nächsten Sitzung:
Nun habe ich den Allegra mit der Analogplatine und geregeltem DC-Netzteil getestet:
15,0 V 1,2 A 2,5 km/h
18,0 V 1,3 A 3,1 km/h
19,0 V 1,3 A 3,3 km/h
20,0 V 1,4 A 3,6 km/h
21,0 V 1,4 A 3,8 km/h
23,5 V 1,5 A 4,2 km/hAngesichts dessen dass
- mein Zug noch ganz neu ist (evtl. Getriebe noch nicht eingefahren)
- meine Teststrecke zu zwei Dritteln aus engen 920er Kurven besteht
würde ich mal davon ausgehen, dass diese Werte soweit ok sind.
Auch subjektiv macht der Zug ab 21 Volt analog einen normal zügigen Eindruck.
Vergleiche ich jetzt die 3,6 km/h bei 20 Volt mit den 2,7 km/h die mir der ESU-Decoder bei 20 Volt digitaler Gleisspannung liefert, dann schluckt mir der Decoder 25% weg.
Gegenprobe: CS2 mit 23,5 V DC versorgt statt mit 19 Volt-Netzteil:
Die digitale Gleisspannung liegt damit nach Oszi bei über 24 Volt, der Zug fährt aber mit ESU-Decoder gerade mal 3,0 km/h. Verglichen mit den 4,2 km/h v-max analog fehlen mir hier sogar 29%.
Vorläufiges Resumee: Das Problem ist der ESU-Decoder:
- Entweder ist die Programmierung noch irgendwo falsch
- oder er ist defekt
- oder er kann halt einfach nicht mehr.
Ich tendiere zu letzterem.
Trotz mail-Erinnerung hat mich ESU noch immer nicht für das Support-Forum freigeschaltet, sollte das demnächst noch passieren dann werde ich da erst mal herum lesen und dann ggf. mal schreiben. Allzu große Erwartungen habe ich da zwar nicht mehr, lasse mich aber gern überraschen.
Parallel erwarte ich in den nächsten Tagen den Märklin/LGB-Decoder, bin gespannt was der bringt. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Hallo Knut,
Knut schrieb:
Ich lese auch gerade daß es drei Versionen der CS2 Zentrale gibt, 60213, 60214 und 60215, welche benutzt du?60215
Knut schrieb:
Du schriebs du mißt 20,0 Volt (effektive Wechselspannung) - was für ein Meßgerät benutzt du denn?Ich habe es mit dem Oszi nachgeprüft: Sind gute 20 Volt.
Hallo Michael,
die Panto-Antriebe sind gekommen, sehen sehr gut aus! Ich baue sie aber erst ein wenn ich ganz sicher bin dass ich den Zug nicht reklamieren muss / will.
Bis hierher nochmal vielen Dank allen, tolles Forum!
Bearbeitet von Wolfgang am 15.08.2016, 23:47
Gruß
Wolfgang
So: Ich habe was gefunden:
Quelle: http://gilbert-medien.homepage.t-online.de/WPblog/?cat=11
Geändert wurde die analoge Elektronik: Unter anderem hat Märklin die beiden Drosseln auf den Analog-Brückenstecker der Schnittstelle versetzt, der im Digitalbetrieb abgenommen wird. Bei Anschluss eines Digitaldekoders entfallen diese beiden Drosseln.
Hier geht es zwar um die E10, trifft aber sicher auch entsprechend auf den Allegra zu: Also müssen wohl die Drosseln an den Motor-Steckern raus.
Das wird der nächste Test.
Bearbeitet von Wolfgang am 16.08.2016, 06:02
Gruß
Wolfgang
Im Übrigen hatte ich keine Lust zu schlafen (habe mehr oder weniger Urlaub) und habe den ersten Panto-Antrieb eingebaut, 3 h Arbeit. :D
Dank Michael allerdings war der Weg ja vorgezeichnet.
mibema schrieb:
Nach lösen vieler Schraube im Dach und Aufbrechen einer leichten Klebung (der bei der Türe), kommt die ganze Inneneinrichtung heraus.Die Klebung scheint nötig um die Tür genau zu positionieren. Ich habe beim Montieren auf das wieder Ankleben erstmal verzichtet, somit klemmt natürlich die Tür. Das ist eine ärmliche Konstruktion, aber egal.
Hast du die Stelle wieder angeklebt?
Der Panto-Antrieb funktioniert, allerdings bewegt er sich mit dem ESU-Decoder doch ziemlich schnell. Aber wenn man ihn selber montiert hat macht er natürlich besonderen Spaß. :D
Bearbeitet von Wolfgang am 16.08.2016, 06:11
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang
Passend zum Thema, empfehle ich diesen Beitrag von Andreas: "Geschwindigkeiten Vorbild & Modell"
Waldbahner schrieb:
15,0 V 1,2 A 2,5 km/h
18,0 V 1,3 A 3,1 km/h
19,0 V 1,3 A 3,3 km/h
20,0 V 1,4 A 3,6 km/h
21,0 V 1,4 A 3,8 km/h
23,5 V 1,5 A 4,2 km/hDeine analogen Geschwindigkeiten mit 22.5 multipliziert ergeben:
56.25 km/h
69.75 km/h
74.25 km/h
81.00 km/h
85.50 km/h
94.50 km/hDie digitale Geschwindigkeit immerhin 60.75 km/h.
Das sind Geschwindigkeiten, die im oberen "Geschwindigkeitsfenster" eines Allegras, resp. bei der RhB liegen. Sicher existieren einige Strecken die mit 60 - 90 km/h befahren werden, die Regel ist aber 40 - 55 km/h.
Betrachten wir Vorbild & Modell sind deine Geschwindigkeiten im hellgrünen Bereich. Es ist mir bewusst, dass die ganze Auflistung durch den persönlichen Geschmackt an Gültigkeit verlieren kann.
Gruss
Hallo Gian Andrin,
vielen Dank für diese Informationen über realen Einsatzgeschwindigkeiten des Allegra.
Ich habe auch nicht vor allzu schnell zu fahren, dafür wird schon meine Gartenbahn viel zu klein sein, die 61 km/h würden mir in der Praxis bei weitem reichen.
Mir geht es mit der v-max nur darum dass mein Allegra korrekt funktioniert wie er sollte und wie Andere hier von ihren Zügen berichten. Beispielsweise wenn ich irgendwann den Zug einmal verkaufen wollte muss ja alles in Ordnung sein.
Gruß
Wolfgang
Ja, aber......
Es wurde hier doch geschrieben daß andere Allegras so schnell fahren daß man flott laufen muß um mitzuhalten.
Beim "flott" laufen schaffe ich mindestens 6 km/h, das wäre deutlich schneller als die maximal 4,2 Km/h die gemessen wurden.Allerdings scheint bei den Spannungsmessungen etwas nicht zu stimmen.
Habe zwar keine CS2 Zentrale, aber bei denen die ich habe ist die DCC Ausgangsspannung immer etwas niedriger als die DC Stromversorgung. Macht auch Sinn wenn man die Schaltung einer Zentrale anschaut - kann mir nicht vorstellen daß das bei der CS2 anders sein soll.Daß beim 19 Volt Märklin Netzteil die DCC Spannung 20 Volt liegt kann ich ja noch verstehen da das "19 Volt Netzteil" eineAusgangsspannung von über 20 Volt haben kann aber ein Labornetzgerät das auf 23,5 VDC eingestellt ist sollte wirklich 21,5 VDC Ausgangsspannung liefern und dann kann die DCC Spannung unmöglich über 24 Volt liegen.
Von dem aber mal abgesehen, wenn beim Motor wirklich Drosseln in Serie geschalten sind (mein analoger Allegra ist zur Zeit weggepackt) sollten die natürlich raus denn beim PWM Ausgang des Decoders reduzieren die die Spannung etwas, beim DC Betrieb natürlich nicht.
Ich hatte eigentlich erwartet daß solche Bauteile von Märklin auf die DC Steckplatine installiert sind so daß sie bei Umrüstung auf Digital automatisch entfernt werden.Bei der original LGB E10 war auch eine einfache Überstrombegrenzung eingebaut die auf PWM Spannung anders reagierte als auf DC und die bein Einbau von Decodern Probleme gab.
Gruß,
KnutKnut schrieb:
Es wurde hier doch geschrieben daß andere Allegras so schnell fahren daß man flott laufen muß um mitzuhalten.
Beim "flott" laufen schaffe ich mindestens 6 km/h, das wäre deutlich schneller als die maximal 4,2 Km/h die gemessen wurden.Naja, mir saget "Schätze koo fähle". Es hat ja keiner nachgemessen, und im Garten können einem auch 5 km/h flott vorkommen, solange keiner wirklich misst nehme ich das nur als Anhaltspunkt.
Im Übrigen, siehe oben, besteht mein Kurs aus engen Kurven, da gibt es Reibung, Kugellager habe ich noch nicht nachgerüstet und die Antriebe sind noch nicht eingelaufen.
Im Focus steht die erhebliche Differenz zwischen Analog- und Digitalbetrieb, auch die CS2 und das Netzteil sind für mich raus (die Ausgangsschaltung einer CS2 habe ich nicht vorliegen).
Knut schrieb:
Von dem aber mal abgesehen, wenn beim Motor wirklich Drosseln in Serie geschalten sind (mein analoger Allegra ist zur Zeit weggepackt) sollten die natürlich raus denn beim PWM Ausgang des Decoders reduzieren die die Spannung etwas, beim DC Betrieb natürlich nicht.Ja, ich habe auch erst nach den Drosseln gegurgelt nachdem ich sie gestern gesehen habe.
Da findet man immer wieder solche Aussagen:
Alle Decoder im Test haben damit zu kämpfen, dass die an den Antrieben eingebauten Entstördrosseln die Regelung des Motors beeinflussen. Was im Analogbetrieb wegen der gebotenen Entstörung Sinn macht, gehört für den Digitalbetrieb eigentlich ausgebaut, denn die Entstörung übernimmt hier der Decoder. Eine Empfehlung des Herstellers zum Ausbau der Drosseln gibt es aber ebenso wenig wie einen gesonderten Kabelbaum für das Digitalmodell, der die Drosseln an den Antrieben ausklammert. Hier bleibt dem Modellbahner nur der eigenverantwortliche Eingriff, die Drosseln auszulöten.
Quelle: Gartenbahn-Profi 3/2014
Bearbeitet von Wolfgang am 16.08.2016, 19:26
Gruß
Wolfgang
