Ernst schrieb:
Soll das verstehen wer will. Weichendecoder geht - geht nicht - geht ein bisschen. Bisher war ich der Meinung, dass so ein Decoder entweder funktioniert oder defekt ist. Aber etwas dazwischen?
Gruss
Ernst
..gibt es. Alle Signale lauifen seriell über die Geleise. Was wenn Dein kaputter ESU schneller auf das Signal für Deinen Weichendekoder reagiert als der selber und eine Rückmeldung gibt, oder das Signal derart verfälscht das der Weichendekoder Probleme hat seine Befehle (= Adresse) zu erkennen?
Das ist ein serieller 2-Draht-Bus, und da hängen alle Dekoder parallel dran, da kann alles passieren.
😊
Hallo,
ich bin kein digitaler Sichgutauskenner. Ich habe meine Loks von verschiedenen Kollegen digitalisieren lassen und habe keinerlei Probleme wie manchmal angegeben. Ich fahre seit etlichen Jahren Dekoder von Zimo auch z.T. mit Däppen Sound, ESU und Massoth und staune nur mitunter über die beschriebenen Probleme in einigen Foren. Manche stehen auf diesem, manche auf jenem Firmenprodukt. Der eine hat diese Erfahrungen gemacht, der andere diese. Ich kaufe keine Zimo mehr ,weil bei berechtigten Beanstandungen jeweils 20 Euro (10 hin und 10 zurück) fällig wurden. Da sehe ich nicht ein . Bei ESU und Massoth habe ich da sehr gute Erfahrungen gemacht.
Bei mir ist der Kontakt und die Stromweiterleitung an den Gleisen sehr wichtig, darum habe ich bei meinem fast täglichen Fahren auch so gut wie keine Probleme mit Soundaussetzern usw,
Ich denke es liegt sehr viel an der Übertragung Schiene -Lok, wobei es durch Verschmutzungen Probleme gibt. Ich denke das wird bei aller super Technik mitunter etwas vergessen.
Eigentlich wollte ich nichts mehr in mein "KISS-ESU-Tagebuch" schreiben. Denn das Problem lässt sich vermutlich ohnehin nicht auf einfache Weise lösen.
Aber heute habe ich nochmals etwas beobachtet.
Nach vielen Alleinfahrten in den letzten Wochen liess ich die C-C heute mit einem Güterzug auf die Strecke. Immer im selben Abschnitt liess sich die Lok nicht mehr steuern und keine Weichenstrassen mehr schalten.
Es passierte in meiner 70 ‰-Steigung. Sobald ich hinten an den Wagen von Hand schieben half, liess sich die Lok wieder steuern.
Nachdem ich die Stromzuführung und die Schienenverbindungen optimiert habe und die C-C nur noch auf blitz-blank polierten Schienen fahren lasse, ist dies für mich ein weiterer Hinweis, dass ich den Decoder gegen ein anderes Fabrikat tauschen müsste.
Als Digitalbanause mache ich das aber nur, wenn ich im voraus hundert Prozent sicher bin, dass ich nach Abschluss der Übung wieder alle Kabel am richtigen Ort angeschlossen habe und alle CV richtig gesetzt sind.
Inzwischen glaube ich nicht mehr, dass KISS auf meine Anfrage von Anfang August noch antworten wird, bzw. dass die Firma sich bereits mit ESU zusammengesetzt hat, um eine Lösung zu suchen.
Jä nu. Ich mache mich jetzt mal auf die Suche nach einem geeigneten Zimo-Sounddecoder und v.a. nach einer Schritt-für-Schritt-Anleitung für Unbedarfte.
ähnliche Probleme mit dem ESU Decoder werden für das Kiss Krokodil inzwischen auch im aktuellen GBP beschrieben.
In einem solchen Fall besteht klar ein Garantieanspruch, auf den ich in diesem Fall auch bestehen würde.
Es kann nicht sein, dass der Kunde mit einem offensichtlich seriellen Problem allein gelassen wird und den Tausch eines signifikanten Bauteils dann auch noch selber finanziert!
Hier darf man zurecht etwas mehr Information vom Hersteller erwarten!
Ich hoffe nächste Woche vergleichbare Fahrten auf einer Außenanlage durchführen zu können.
Hallo Michael (Urologie)
Kannst du mir ein Mail schreiben ...? Ich hätte da ein paar Fragen zum Umbau auf ZIMO.
Änderung 31.8.14: Meine Fragen sind nicht mehr nötig. Ich werde definitiv auf ZIMO umbauen. Das scheint sehr einfach zu sein, wie aus den nachfolgenden Beiträgen hervorgeht.
Gruss
Ernst
Bearbeitet von Reutimann Ernst am 31.08.2014, 13:36(Grund: Beitrag unnötig geworden)
Der Umbau ist einfach, da im Kroko eine Schnittstelle eingebaut ist. Den ESU V4.0 heraus ziehen, einen ZIMO MX695 Stiftleistendecoder einstecken. Fertig.
Wirklich so einfach? :)
Und danach fährt und v.a. tönt das Ding auch so ähnlich wie zuvor?
Ein paar CV zu verstellen, um bei Bedarf Fahreigenschaften zu optimieren, das traue ich mir noch zu. Im Soundprojekt werden nach meiner Erfahrung zum Glück die richtigen CV-Einstellungen gleich mitgeliefert.
Die rote Fahrberechtigungslampe soll mit ZIMO ausser Betrieb sein. Soviel habe ich schon mitbekommen. Aber das ist nicht so schlimm.
Werde mich gleich um so einen Decoder samt Däppensound bemühen.
Genau. Wie bei der Gem 4/4. Ev muss man den Fahreigenschaften etwas Manieren beibringen, da ZIMO keine Lok zum konfigurieren zur Verfügung stand. (Infos in Sinnsheim erhalten).
Das mit der Fahrberechtigung habe ich auch gehört, aber wer bracuht die schon. Ich weiss nicht mal was das ist...
Der Sound ist voll konfigurerit und benötigt keine Änderungen.
Das Kroko hat in der originalversion mehr Funktionen als ZIMO bietet. Ein ZIMO mit Däppenprojekt wird wohl auch mindestens 14 Funktionen benötigen.
Woher kommt das Soundprojekt wäre wohl eher die richtige Frage? Ist der Decoder Vorkonfigureirt, Spielt Dir das der Händler drauf, machst Du das selber?
ZIMO Decoder sind in den meisten Fällen nicht fix fertig, entweder der Händler machts oder Du selber, mit Interface, Ladecodes etc etc....
F0 bis F13.
Liste der CV Einstellungen vorhanden, falls Du die brauchst. Aber natürlich auf die LGB C-C abgestimmt. Langsamfahreigenschaften ausgezeichnet etc. etc.
Bei der RhB, soweit mir bekannt ist, auch zur Anzeige von Fahrten mit Lademassüberschreitungen (Lichtraumprofil)
Bearbeitet von Andreas Cadosch (Mod) am 01.09.2014, 07:41(Grund: Berichtigung Lademassüberschreitung)
Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada
RhB - ganz weit im Westen von Canada ca. '69 bis '75. Als die RhB noch vorwiegend grün und wenig(er) verschandelt war. Ausserdem alles nur Adhäsionsbetrieb
Also ich würde zum MX695 LV raten.
Dann kann man alle Lichtfunktionen wie beim ESU nutzen, da man genug Funktionsausgänge hat um die Lampen einzeln anzuklemmen (incl. rote Lampe). Und ggf. auch noch zusätzlich 4 Servoausgänge, das geht beim ESU nicht.
Für das Soundprojekt würde ich auf die Homepage von Heinz Däppen gehen, das Ge 6/6 I Projekt wurde gerade überarbeitet und ergänzt und auf den Zimo advanced standard angepasst.
PS: Servoausgänge 1 + 2 sind auf der Basisplatine nicht herausgeführt!!
Kleiner Nachtrag apropos F-Funktionen; in den Däppen Projekten gehen die abrufbaren Geräusche natürlich noch einige Zahlen weiter d.h. von F0 bis F26.
Die Zuteilung für unseren Hausgebrauch ist wie folgt:
F0 = Fahrlichter (in Fahrrichtung) + Führerstandslicht (erlöscht bei Fahrt)
F1 = Rücklicht (hinten rechts, weiss)
F2 = Pfeife
F3 = Kondukteur Pfeife
F4 = Servokupplung Führerstand 1
F5 = Servokupplung Führerstand 2
F6 = Panto Führerstand 1
F7 = Panto Führerstand 2
F8 = Sound ein/aus
F9 =Kurvenquietschen
F10 = Stationsansage
F11 = Kompressor
F12 = Vakuumpumpe
Für unseren Bedarf und unsere Epoche sind das die wichtigsten. Anno '69 - '75 gab's noch keinen Zugfunk, der Kondi durfte noch pfeifen. Der Rest dürfte klar sein.
Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada
RhB - ganz weit im Westen von Canada ca. '69 bis '75. Als die RhB noch vorwiegend grün und wenig(er) verschandelt war. Ausserdem alles nur Adhäsionsbetrieb
Nachdem ich nun mein Krokodil nun auch auf Steigungsstrecken testen konnte kann ich das Verhalten der Lok wie von Ernst beschrieben bestätigen: Unter Last, und hier vorzugsweise in Steigungen (25-30 Promille) lässt sich die Lok nicht mehr steuern !!! Die Funktionstasten bleiben ohne Reaktion, teilweise beschleunigte die Lok und konnte nur durch Not Stpp zum Halten gebracht werde.
Bei Talfahrt, also o h n e Last, funktioniert die Lok normal.
Fazit aus meiner Sicht: Die Lastregelung funktioniert nicht, oder sie wurde falsch parametriert.
Vielleicht hat noch jemand noch Beobachtungen bzgl. Entgleisen gemacht. Bei meinen Fahrtest gestern sprang das Krokodil bei jeder Geschwindigkeit, also auch im "Kriechgang" beim Befahren von zwei entgegen gesetzten R3 Weichen aus dem Gleis!
Zusammenhang mit der Verschiebbarkeit der Achsen? Bin noch ohne feste Meinung ...
So, und nun?
Was den Decoder angeht erhoffe ich mir, liebe Fa. Kiss, dass dieses Phänomen v o r Auslieferung der "Last Edition Ge 4/4 I" gelöst ist !!!
Man schalte mal in CV49, Bit 0 die Lastregelung aus!
Zu erwarten wäre, dass sich die Lok bergauf müht und bergab eilt. Nicht so die KISS, die setzt sich erst mit Fahrstufe 10 von 28 träge in Bewegung und erreicht niemals die maximale Geschwindigkeit. Eine stillstehende andere Lok hat sich bei diesen Versuchen auch schon ungefragt in Bewegung gesetzt.
Wie heisst es doch im ESU-Forum klipp und klar: "Es ist nicht der Decoder schuld, entweder ist die Stromabnahme der Lok unter aller 'Sau' oder der Motor stört"
Was würde wohl der Motoren-Hersteller sagen? Es ist nicht der Motor...
Und Kiss? Sagt zwar real nichts, aber wenn: Es ist nicht die Stromabnahme... (Was ich sogar unterschreiben würde, bei 12 Rädern mit Stromabnahme und stets sauberen, nicht verzunderten Radlaufflächen.)
Wie auch immer, ich berichte dann wieder, wenn mein ZIMO 695LV lieferbar und eingebaut ist.
Nachdem auch Peha Ärger mit dem Ding hat, reizt es mich doch den Gedanken, einen XLS-M1 einzustecken, weiter zu verfolgen.
Peha sitzt mir ja postalisch näher und da wäre ein Test am lebenden Objekt durchaus machbar, falls meine Überlegung stimmt das nur an jeder Seite ein pin (vor allem das SUSI-Gedöns) offen bleibt.
Wenns gut fährt gibt's sicher auch bald einen Sound. Muss mir die Schnittstelle vorne in den posts nochmal ansehen und die Lampenbelegung. Hat jemand das mal alles zusammengetragen ?
...und soviele Fotos vom Innenleben als möglich wäre schön.
Grüße
Michael
Bearbeitet von Becker Michael am 05.09.2014, 11:04
hatte gestern für Montage das Croco einschließlich Vorbauten offen.
Sind alles schwarze Kabel, massenhaft mit Doppelklebeband und schwarzem Isolierband befestigt. Alle Kabel müssen dann in einen Kabelschacht unter dem Führerstand.
Fazit:
Ein Decoderwechsel sollte möglichst ohne Neuverkabelung auskommen. Also ein Zimo MX695Lx passt in den Adapter, es nur zu beachten,wie bereits erwähnt, dass Servo 1 + 2 nicht durchgeschleift sind. Für alle Lichtspiele braucht man FA0f und FA0r + 8 weitere Funktionsausgänge.
Hier nochmal:
Ausgangsbelegung ESU Decoder:
(jede Lampe ist an einem eigenen Funktionsausgang angeschlossen)
Licht vorwärts:
FAf, FA7
Toplicht weiß FA7 rot FA5
Führerstand FA1
Da der XLS-M1 auch ein Steckdekoder ist, passt der genau da rein.
Meine Frage bezieht sich nur darauf, ob ringsherum noch ein wenig Platz ist. Beide Stiftleisten haben ja 14 statt 12 pole, also müssen die Ecken ins leere zeigen.
Diese 4 pin an den Ecken sind die Erweiterung von MLGB, die man aber für ESU (= alte Märklin-Spur-1-Schnittstelle) nicht benötigt. Aber das sieht gut aus und auch hoch genug.
Also, nix mit Neuverkabelung, wo der ESU F-Ausgänge hat, hat der XLS-M1 auch welche.
Ihr könnt es gerne anschauen, das Datenblatt ist frei ladbar auf der ME-Seite und das ESU Datenbaltt ja auch bzw die Seite wurde hier schon gezeigt.
Firmware und Sound habe ich schon für die Tests, mal sehen ob es klappt. Wäre mal eine ganz andere Verwendung für das Ding. Aber warum nicht.
Das müsste passen, da ist genug Platz seitlich für 2 Pins.
Aber bei dem M1 sind FA7 und 8 nur als Lötpad vorhanden, mit Einstecken allein ist es nicht getan, will man all die Lichtspiele.
Da kannst Du Recht haben, es sind halt nur die beiden Reihen der ESU/Spur-1 Schnittstelle da.
Aprospos, hat jemand den Abstand gemessen? Nicht das der Abstand der beiden Pfostenreihen ungleich ist zum Märklin-Konzept und der Dekoder breiter oder schmaler ist?
Da sind ca. 44,5 mm beim M1.
Sind F7 und 8 denn für was wichtiges?
Zum Fahren und probieren, was der Antrieb denn so macht genügt es sicher. Dann kann man ja mal sehen.
Ernst's Bilder habe ich, schön groß aufgenommen.
Mal sehen. Werde Sonntag mal den Dekoder programmieren.
Die Schilderung der Probleme mit der Kiss RhB Ge 6/6 I in diesem Forum sind von hohem Interesse. Die ersten Symptombeschreibungen wurden zur Kenntnis genommen, auf Grund dieser Aussage:
Nach einigen Versuchen und Vergleichsfahrten mit andern Loks, bin ich den Gleisen entlang gekrochen und habe auf dem besonders betroffenen Streckenabschnitt die Schienenverbinder kontrolliert, wo nötig angezogen und einige mit etwas WD-40 behandelt, ebenso die beiden Stromanschlüsse auf der Anlage.Erfreulich: Nun funktioniert alles so, wie es soll. Problem gelöst.
schien es aber keinen Handlungsbedarf zu geben. Auf Grund wieder aufkeimender Probleme nahm ich mit dann mit Ernst Kontakt auf und bot ihm eine Testfahrt auf einer anderen Anlage an. Dies wurde umgehend organisiert und durchgeführt.
Fazit: Das Modell von Ernst zeigte auf der Testanlage mit ZIMO Steuerung keines der geschilderten Probleme. Ein weiterer Test mit einer ESU Ecos wurde für nicht nötig befunden. Unter Dimax konnte die Lok mangels Steuerung nicht getestet werden.
Nachdem dann noch ein Verteilerkasten als mögliche Ursache geortet wurde,
Ein simples Verteilkästchen Marke LGB, über die Jahre leicht mit Moos überwachsen, hat diese Woche den Geist aufgegeben.Seit der Sanierung des Verteilers tut das Kroki, was es soll, und die Weichenstrassen lassen sich schalten, wann ich will.
schienen das Problem wohl dauerhaft gelöst zu sein. Leider wurde ein neuer stolzer Besitzer einer Ge 6/6 nun von weiteren Symptomen heimgesucht:
Nachdem ich nun mein Krokodil nun auch auf Steigungsstrecken testen konnte kann ich das Verhalten der Lok wie von Ernst beschrieben bestätigen: Unter Last, und hier vorzugsweise in Steigungen (25-30 Promille) lässt sich die Lok nicht mehr steuern !!! Die Funktionstasten bleiben ohne Reaktion, teilweise beschleunigte die Lok und konnte nur durch Not Stpp zum Halten gebracht werde.
Bei Talfahrt, also o h n e Last, funktioniert die Lok normal.
Fazit aus meiner Sicht: Die Lastregelung funktioniert nicht, oder sie wurde falsch parametriert.
weiter berichtete auch die Zeitschrift GBP von gewissen Problemen die wohl nur mit einem Decoder UpDate behoben werden könnten. Darauf haben sich nun auch KISS und ESU intensiv für das Problem interessiert. Der Kunde wurde zu einer weiteren Testfahrt eingeladen. Die Symptome waren ja sehr ähnlich wie diejenigen von Ernst. Ich erkundigte mich genauer nach den Symptomen und nach der verwendeten Steuerung. Diese traten auf Anlagen mit Massoth Steuerungen auf.
Bei mir testeten wir sein Kroko zuerst mit ZIMO. Gleichzeitig zwei weitere Loks auf der Anlage und mein eigens Kroko. Weichen, alle an Massoth Decoder angeschlossen und in Betrieb. Das Testkroko (28 Fahsrtufen) lief absolut problemlos. Unter Last, am Berg in Doppeltraktion (alles so wie er es bei einem anderen Kollegen weniger erfolgreich getestet hatte) funktionierte Einwandfrei. Auch Blockiertests mit bis zu 4.06A Strom verliefen problemlos.
Dann haben wir die Anlage auf Dimax umgestellt. Zwei Funkregler, ein Funkmodul, dicke Drähte. Das selbe Testprogramm dazu noch neu, ein 2. Kroko über ein 2. Funki unabhängig gesteuert. Jedes arbeitet einwandfrei. (Auch dies war auf der anderen Anlage mit der Dimax nicht der Fall).
Dann der Killer Test, 5 EW IV LGB, 2 LEBU B, 2 Rp-w mit Echtholzladung und ein Magnus Fahrradwagen. Über mehrere Runden problemlos, ausser dass die Lok bei dieser Last (ca 25kg) nicht mehr mit voller Geschwindigkeit auf 45 Promille fahren konnte.
Um nochmals eines drauf zu packen, spannten wir das andere Kroko auch noch davor. Da offenbarten sich erstmals diese unschönen Symptome. Die Loks waren nicht mehr klar regelbar (aber ob die vergrösserte Funkdistanz daran Schuld war oder etwas anderes liess sich nicht genau eruieren). Die Zentraleinheit wurde dabei mit 6.1 A belastet.
Diese Testsequenz wurde mit dem selben Zug, aber nochmals mit ZIMO wiederholt. Problemlos meisterten die beiden Modelle die an sie gestellte Aufgabe.
Beide Modell sind unterschiedlich Konfiguriert, meine hohe Werte für CV 4 und 5, die andere alles default. Hinzufügen möchte ich noch, dass mein eigenes Kroko auch unter der Dimax problemlos funktionierte.
Ob man Aufgrund dieser Ergebnisse einfach behaupten kann, dass das Problem bei ESU liegt, wage ich zu bezweifeln. Ob das Problem mit dem Tausch auf einen ZIMO Decoder dauerhaft eliminiert werden kann auch. Ich tippe nach wie vor auf Kontaktprobleme an den jeweiligen Anlagen. Beide Anlagen waren mit Massothschraubverbinder ausgerüstet, die Testanlage mit verlöteten LEBU Schieneverbinder.
Es besteht die Möglichkeit, dass die KISS Ge 6/6 auf Grund des hohen Gewichtes und der Bauart vielleicht einen etwas hören Stromverbrauch hat und daher auf kontaktsichere Anlagen angewiesen ist.
Fazit: Die KISS Ge 6/6 mit ESU V4.0 XL wurde unter allen gängigen Systemen getestet und funktionierte. Die aufgetauchten Probleme sind nicht jederzeit reproduzierbar, sie scheinen eher "geographisch" begrenzt auf zu tauchen. Auch die Aussage im GBP lässt keinen absoluten und eindeutigen Grund noch für die Probleme oder für deren Lösung erkennen.
Andreas Cadosch
Bearbeitet von Andreas Cadosch am 08.09.2014, 15:08
Bei mir ist der Kontakt und die Stromweiterleitung an den Gleisen sehr wichtig, darum habe ich bei meinem fast täglichen Fahren auch so gut wie keine Probleme mit Soundaussetzern usw, Ich denke es liegt sehr viel an der Übertragung Schiene -Lok, wobei es durch Verschmutzungen Probleme gibt. Ich denke das wird bei aller super Technik mitunter etwas vergessen
Hallo Andreas,
ich denke dein Fazit kommt auf die gleiche Richtung wie das, was ich o. geschrieben hatte. Saubere Schienen - nicht blanke glänzende - sind das A und O für guten Kontakt und sorgen somit für erfolgreiches Gartenbahnfahren und viel Bahnspass. Seit Jahren fährt meine LGB Putzemma 1-2 mal wöchentlich die ganze Anlage ab und hält sie sauber. Bei z.B. viel Blütenstaub wird noch ein alter Playmo- Wagen mit einem normalen Haushaltschwamm zum Schienenputzen in einem Zug mitgeführt.
Ich fahre mit einer Massoth Dimax 1200 Z und hatte bislang keinerlei Probleme mit dem neuen Kroko in verschiedenen Betriebssituationen. Meine Anlage ist seit etlichen Jahren komplett mit Massoth Schienenverbinder ausgestattet und alle 2-3 m ist eine Einspeisung durch Ringleitung. ;) Messungen an allen Anlagepunkten haben keinen nennenswerten Abfall erbracht.
Bearbeitet von Küster Manfred am 08.09.2014, 15:16
Die Tests mit Zimo und Massoth Steuerung haben gezeigt, dass die Dimax 1200 bei hohem Leistungsbedarf zu einem verzögerten Ansprechverhalten führen kann.
Wenn sich daraus allein noch nicht alle Schlüsse ziehen lassen, dann zumindest der, dass Lok und Decoder wohl n i c h t ursächlich für das Problem in Frage kommen.
Die Strom- und Signalaufnahme spielen möglicherweise schon eine Rolle, bedingt durch die Art der Schienenverbinder, Anzahl der Einspeisepunkte in Hinblick auf Spannungsabfall und nicht zuletzt der Kontaktübertragung Schiene/Rad.
Ich möchte aber auch den Tipp von Mibema hier an die Betroffenen noch einmal weitergeben:
Einstellungen am Navi (seriell S oder parallel P) prüfen
Lastregelung "Aus"
Analogbetrieb "Aus"
Wenn ich Mibema richtig wiedergebe dann ist es durchaus möglich, daß sich in der gesamten Übertragungskette, möglicherweise unterstützt durch Verschmutzungen zwischen Rad und Schiene die Prozessoren in Lok und Zentrale schlichtweg "doofrechnen" und das Fahren vergessen.
Vielleicht hat jemand noch die Möglichkeit, ein anderes Betriebssystem (Zimo, ECOS, ...) auf seiner Anlage zu testen.
Natürlich kann ein Decodertausch Abhilfe schaffe, eine Erklärung oder Lösung ist es für mich seit gestern nicht.
Das Croco ist extrem empfindlich auf Schiene/Rad Kontakt. Ich habe in meiner Werkstatt uralte LGB Alu-Schienen, da ist zum Teil die Eloxierung ab, bisher liefen alle Loks einwandfrei, das Croco zickt bisweilen. Ich habe einen eigenen Magnet-Stromanschluss unten am Croco, da hatte ich bisher keine Ansteuerungsprobleme, also doch eine hohe Kontaktempfindlichkeit.
Getestet habe ich mit Zimo MX1ec und Zimo MX31zl. Auch hatte ich einen Zimo MX695Xl probeweise im Croco. Die Kontaktprobleme (oder was es auch immer ist) hatte ich mit beiden Zentralen, und beim ESU ausgeprägter, obwohl da ja der Puffer schon an Bord ist.
Das Firmware update (4.11.9178) hat gefühlte Besserung gebracht.
Habe gestern über 2 Std. gebraucht, um nach Einbau der Entkuppler den Kupplungswalzer hinzubekommen. Also bei den Langsamfahreigenschaften ist der ESU eindeutig einem Zimo unterlegen. Habe die Eingangsfahrstufe von default 8 auf 2 erniedrigt, trotzdem will das Croco nicht ganz langsam kriechen.
Grüsse
Herby
Bearbeitet von Herbert Schneider am 08.09.2014, 20:26
Ich will mein Leid klagen. (Von Beileidsbezeugungen darf abgesehen werden!)
Heute ist der Zimo-Decoder angekommen. Ich wollte ihn auf die ESU-Adapterplatine stecken.
Dabei habe ich festgestellt, dass die Buchsenleisten unterschiedlich hoch sind.
Beim Auslöten der zu hohen Buchsenleisten habe ich nun die Platine durch die Lötkolbenhitze zerstört.
Nun geht natürlich gar nichts mehr. Ich versuche von Kiss eine neue Adapterplatine zu bekommen und stecke dann den ESU-Decoder wieder ein. Lieber eine Lok die schlecht und recht fährt als eine, die gar nicht fährt.
War ein etwas teurer Versuch, mich als Elektroniker zu profilieren.