KISS HG3/4
Das Problem ist die Kulissenführung der Vorlaufachse. Sie bleibt teilweise hängen und drückt dann die Lok aus dem Gleis. Bei Vorwärtsfahrt läuft meine Lok ohne Probleme in beiden Richtungen über einen solchen Gleisabschnitt. In Rückwärtsfahrt mit mittlerer Geschwindigkeit bleibt die Kulisse hängen und die Vorlaufachse verklemmt.
Gruss Matthias
Hallo Matthias,
besteht die Möglichkeit ein Bild der Problemstelle einzustellen? Oftmals reicht es eine Kleinigkeit nachzuarbeiten...Gruß Gerhard
Wenn ich mir die Lackabnutzung in den "Radkästen" ansehe würde ich vermuten das die Spurkränze sich dort klemmen. Eine andere Fehlermöglichkeit wäre auch das Langloch, bei Vorwärtsfahrt schiebt die Achse in die vorder Endposition und bei Rückwärtsfahrt zieht es in die gegenläufige Position. Als erstes würde ich den Weg im Langloch (hinterer Endanschlag) mit einem geeigneten Gegenstand provisorisch um ca. 2- 3mm verkürzen und die Lok dann testen... Du könnest auch farbigen Eddingstift nehmen und die Radkränze damit einfärben, sollten die wirklich schleifen wird sich der Edding abreiben und das blanke Metall wieder zum Vorschein kommen. Vielleicht reicht auch der Weg des Langlochs bei Rückwärtsfahrt nicht aus, für mich sieht es auf den Bildern so aus als ob die Lackabnutzung im hinteren Bereich der "Radkästen" wäre. Ist das Langloch zu beiden Endstellungen frei beweglich? u.U. die Schraube mal lockern und wieder testen.
Bearbeitet von Gerhard Gasch am 09.06.2019, 10:14
Das Langloch braucht es, damit die Vorlaufachse der Kulisse (V-Form) folgen kann. Da ich Radius R2 (LGB) fahre, kann ich hier keine Reduktion machen. Ein Versuch ohne Kulisse führte zu einem sehr komischen Fahrverhalten vorwärts und rückwärts. Die Lok stellte sich regelrecht quer im im Gleis.
Entgleist die Lok immer auf dem gleichen Punkt am Gleis? Dann besteht die Möglichkeit das Gleis auf Höhenunterschied und zu prüfen.
Gruß Gerhard
Die Gleislage ist dort tatsächlich nicht optimal. Es hat einen kleinen Gefällswechsel (Wanne). Er ist aber klein und keine andere Lok machte hier bisher Probleme. Bei ganz langsamer Fahrt klappt die Durchfahrt fast immer. Bei mittlere Geschwindigkeit passiert es bei ca. 50% der Durchfahrten und bei 70% Geschwindigkeit entgleist die Lok immer. Da die Vorlaufachse seitlich kippen kann (Führung in Kulisse ist in der Mitte), verklemmt es die Achse regelrecht, was man an den blanken Stellen sehen kann.
Ich stelle gleich 2 Bilder von meinen Vorlaufachsen zwecks Abstandsvergleich ein. Aber wenn es an der Gleisanlage liegen sollte würde ich als erstes dort versuchen das Problem zu lösen. Alternativ könnte man auch die Radkränze ein paar zehntel mm abdrehen.
Die Gleisanlage anzupassen, würde eine grössere Aktion bedeuten. Den Spurkranz würde ich nicht noch kleiner machen. Der ist bereits sehr klein im Vergleich zu LGB-Rollmaterial.
Bearbeitet von Gerhard Gasch am 09.06.2019, 10:46
Probier mal ob die Vorlaufachse freigängig ist wenn Du sie auf einer ebenen Fläche z.B. Tisch in alle Endpositionen bewegst. Wenn ich die Vorlaufachse bei mir bewege ist alles gut frei. Hebe ich sie dabei an schleift sie auch in den "Radkästen". Wenn es bei Dir das gleiche ist kann es nur noch am Gleis liegen.
Gruß Gerhard
Bearbeitet von Gerhard Gasch am 09.06.2019, 10:56
Manhart schrieb:
Da ich Radius R2 (LGB) fahre, kann ich hier keine Reduktion machen.Dir ist ab er schon klar, das das hart am Limit der Lok ist, oder sogar ein wenig darüber. Bei "Radius ab 780mm" ab Anleitung hätte ich damit schon meine Bedenken.
Meine uralte 353 Ge4/6 macht das nämlich auch, da verhaken sich dann die Spurkränze wenn die Achse sich seitlich verschiebt im Rahmen der Vorlaufachsen. Und ein Teil diese Loktype fährt ja immer "rückwärts"... ;)
Grüße
Michael
Es ist alles frei. Das Problem liegt in der Kulissenführung. Wenn die Vorlaufachse rasch von einer Aussenposition nach Innen gehen soll, verklemmt es die Sache. Aus meiner Sicht ist die Feder zu stark.
mibema schrieb:
Dir ist ab er schon klar, das das hart am Limit der Lok ist, oder sogar ein wenig darüber. Bei "Radius ab 780mm" ab Anleitung hätte ich damit schon meine Bedenken.Der Radius R2 ist mit "ab 780mm" möglich und die Lok kann diesen auch befahren. Die Kulisse der Vorlaufachse hat aber hier scheinbar ein Problem und verklemmt beim Rückwärtsfahren.
Wenn Du davon überzeugt bist das das Problem daran liegt würde ich die Vorlaufachse ausbauen, das bogenförmige Langloch auf scharfe Kanten bzw. Grade kontrollieren und ggf. entgraden und die Führungsnut mit 400er oder 600er Wasserschleifpapier trocken, vorsichtig "nachpolieren" ohne viel davon abzunehmen und wieder testen. Vielleicht auch die Beilagscheibe oberhalb der Feder auf scharfe Kanten kontollieren, möglicherweise liegt es auch an so einer Kleinigkeit. Ferndiagnosen sind immer etwas schwierig zu handhaben und oftmals denkt man auch zu kompliziert.
Gruß Gerhard
Danke für die Hinweise. Da ich durch Schmieren der Kulisse und Führung der Deichsel schon eine Verbesserung erreichen konnte, ist das ein Versuch wert. Unglücklich finde ich die Lösung, dass die Feder direkt auf das Führungsblech drückt. Die Unterlagsscheibe ist auf der oberen Seite mit der Schraube.
Bei mir ist eine Unterlegscheibe zwischen Feder und Führungsblech verbaut, sollte so auch Sinn ergeben.
Ist bei Deiner Lok bei der Fertigung u.U. anders gelaufen!?Gruß Gerhard
Hallo, läuft die Lok inzwischen und was hast Du verändert?
Gruß Gerhard
Hallo Gerhard,
bin gerade nicht dazu gekommen hier weiter zu untersuchen.
Hat jemand ein Foto von der Originalausführung dieser Führung der Laufachse mit der Unterlagsscheibe auf der Seite zur Achse ?
Gruss
Matthias







