PULLMAN Fd-Wagen
So, die ersten Wagen sind beim Händler und einer auch bei mir , der ockerfarbene 36053.
So etwas von billig habe ich lange nicht mehr gesehen :(
Der sieht aus als hätte man glänzende DC-Fix folie über Kunststoff gezogen, die Achslager und Kupplungen sind von KISS und genauso grau gehalten wie die der alten Gbk-Wagen.
Irgendwie sieht der Wagen nach Bausatz aus, die Achsen (gute und schwere) fix und nicht angelenkt, dafür drehbare Kupplungen aber ohne Rückstellung. Mal sehen ob das gut geht.
Also wenn der ABe auch so verarbeitet ist, bleibt der beim Händler stehen.
...ein etwas frustrierter
😊
MichaelDas sind enttäuschende Nachrichten, allerdings war dies aufgrund der im www publizierten Bilder fast zu erwarten. Demgegenüber haben viele von uns ja schon Vorabmodelle des ABe 4/4 gesehen. Ich auch, das Modell machte einen seriennahen und sehr guten Eindruck und somit würde ich erwarten, dass dies ein gelungenes Produkt wird. Wobei gewisse Unzulänglichkeiten wie vom Vorgängerhersteller gewohnt wohl auch zu akzeptieren sind. Für mich aber lieber ein gut umgesetztes Modell mit kleinen (korrigierbaren) Schwächen als ein gut gemachtes, aber schlecht umgesetztes Modell. Und noch viel lieber natürlich ein gut gemachtes und gut umgesetztes Modell ;)
RhB um 1990, als noch ohne Taktfahrplan gefahren wurde, letzte grüne Loks sowie GmP mit Ge 6/6 I verkehrten
So, es geht los mit den Bildern...
irgendwie ist alles zu glatt, "gealtert" aber spiegelglatt, und die Beschriftung sieht irgendwie schief aus:
Das graue Geschmiere auf der Radscheibe ist auch nicht gerade toll:
Die "drehbare" Kupplung hängt nur an der eigentlichen Befestigungsschraube von 2mm...und ist irgendwann mal rausgedreht.
mein Wagen hat dann beim Auspacken spontan Ausgeachst:
Grund ist, das die schweren Metallachsen in Achslagern sitzen, die nur auf einer Seite verschraubt sind, auf der anderen Seite gesteckt.
Dieses Teil fiel dann auch mal gleich ab...
So sieht bei PULLMAN ein angesetztes Fabrikschild aus ;)
Nachdem das Achslager ja nun schon mal ab war, war auch der Grund für das kratzende Geräusch der Achsen in den Messinglagern zu sehen, statt Öl waren Messingspäne drin da man diese Buchsen mit einem Bohrer nochmals versenkt/aufgebohrt hatte, und danach nicht gereinigt!
Messing als Notlaufschmierung kenne ich von Dampfloks, für die letzten 50 km bis zur Werkstatt wenn das eigentliche Gleitlager ausgelaufen war..... 🤩
Das hier ist die Befestigung der Kupplung, die sehr gut gelungen ist, bis auf die zu stramme Feder, die Original-LGB-Feder kann man aber problemlos dafür einbauen, wenn man das kleine Loch im Haken für dessen Nase ein wenig größer macht... ;)
Mein persönliches Fazit:
Frust! Dafür das man die Marke PULLMAN als Edelmarke anpreist und so lange für diese Modelle benötigt hat, da hätte ich mir mehr erwartet. Dank aber dennoch an ESU, das sie diesen Wagen einzeln und quasi als "Probierpackung" anbietet, den kann ich verschmerzen, die Sets kaufe ich sicher nicht.
Michael
Bearbeitet von Becker Michael am 08.11.2015, 10:00
Ach ja, 175mm ist der Achsstand, für feststehenden Achsen schon eine Sache. Die Achsen gegen Kugellagerachsen tauschen wäre eine Idee, aber die hier haben 2mm weniger Druchmesser sowohl am Lauf- als auch am Spurkranz (29/35 statt 31/37).
Und der Pufferteller hinten glatt? Auch nicht gerade vorbildgerecht....
Grüße
Michael
Bearbeitet von Becker Michael am 08.11.2015, 10:04
Oh man, klingt ja nicht so doll. Hoffentlich nur ein Anfängerfehler von denen. Hoffe, der ABe ist besser umgesetzt.
Macht zwar Spaß, aber auch Arbeit. Aber auch Spaß.
thend schrieb:
Oh man, klingt ja nicht so doll. Hoffentlich nur ein Anfängerfehler von denen. Hoffe, der ABe ist besser umgesetzt.Zitat von der ESU-Webseite:
... zum Ziel gesetzt haben, qualitativ hochwertige Modelle für verschiedene Baugrößen anzubieten. Allen Pullman-Produkten gemein ist die Ausgewogenheit zwischen feiner Detaillierung und Robustheit im Betrieb.
Wird sicher noch.
"zum Ziel gesetzt" bedeutet ja nicht, das man das gleich beim ersten Anlauf erreicht.
Grüße
Michael
So, der Grund für die Ansenkung der Achslager dürfte der Wunsch nach einer größeren Seitenverschiebbarkeit/Bogenläufugkeit sein.
Es ist nämlicn nur bei einer Achse gemacht aber wirkunglslos, da die Achstummel auf die zurückgelassenen Messingspäne in der Bohrung auflaufen. Nach deren Entfernung tut das nun so wie angedacht.
Der Spur-G blog hat heute einen kleinen Artikel über die Fd-Wagen geschrieben, läßt sich über die Qualität aber nur vage aus:
"...Kunden haben so die Möglichkeit den Wagen vor dem Kauf ausführlich zu begutachten...."
mit dem Hinweis, das die ersten Wagen nun beim Händler stehen.
Nun, das sollte jeder tun und selber entscheiden ob seine Erwartungen nun erfüllt wurden.
Grüße
Michael
mibema schrieb:
Ach ja, 175mm ist der Achsstand, für feststehenden Achsen schon eine Sache. Die Achsen gegen Kugellagerachsen tauschen wäre eine Idee, aber die hier haben 2mm weniger Druchmesser sowohl am Lauf- als auch am Spurkranz (29/35 statt 31/37).Und der Pufferteller hinten glatt? Auch nicht gerade vorbildgerecht....
Grüße
Michael
Grosser Achsstand bei feststehenden Achsen eignet sich ausgezeichnet zum Testen von eingebauten/selbstgebauten Weichen. In HOm kam/kommt für den Zweck immer ein D 402x von BEMO zum Einsatz. ;) 😮
Schönen Gruss
HJ
Hans-Joerg Mueller
Coldstream BC CanadaRhB - ganz weit im Westen von Canada ca. '69 bis '75. Als die RhB noch vorwiegend grün und wenig(er) verschandelt war.
Ausserdem alles nur AdhäsionsbetriebHeute nun ist der Fd-Wagen zur Probe gefahren....mit vielen Hindernissen...
Aber der Reihe nach:
erstmal die Messingspäne aus den Radlagern pulen:
Bearbeitet von Becker Michael am 14.11.2015, 19:23
Dann den Wagen wieder zusammenbauen, statt der billigen Plastikschrauben habe ich Original LGB-Schreuben 2,2mm verwendet.
Dann auf's Gleis und los ging's....bis zur ersten Weiche und "rrrrumms" war er draußen.
:S 😳 🤨
Klar der lange Achsstand.....Nein! Der Wagen läuft prima sogar durch R1, nur die Kupplungshaken hängen zu tief und die Auslösefläche unten hakt sich in die Weichenzungen ein, vor allem vom jeweils hinteren Haken!
Also, erster Versuch, das Allheilmittel schlechthin: LGB-Zahnstangenhaken, der gute flache graue.
Kein Entgleisen mehr, aber ein versuchtes Entkuppeln, schleift also noch.
Wo noch einen Millimeter heraus schinden ?
Einfach, Achsen raus und LGB Achsen rein, 29mm Durchmesser gegen 31mm Durchmesser macht genau einen Millimeter höher (= Radius).
Jetzt läuft die Karre durch alles und jedes sogar ohne Kratzen, bloß ölen sollte man auch.

Bearbeitet von Becker Michael am 14.11.2015, 19:30
Was mir nicht gefällt ist das der Wagen sich langsam aber sicher in seine Bestandteile zerlegt....PULLMAN hat erst alle Teile lackiert, und zwar vollständig, dann diese verklebt.
So macht man das ja auch, oder ? 😈
Ergebnis, auf der glatten Oberfläche hält Garnichts, oder wenn doch geht der Lack mit ab...

Mein Fachhändler gab mir eine guten Rat, den ich wohl befolgen werde:
Den Wagen wie das Vorbild ausrangieren und auf einem Gleisstumpen abstellen.....
(C) haribu
😳
Michael
Bearbeitet von Becker Michael am 14.11.2015, 19:41
Noch ein Tip:
Wer gut Ölt der gut Fährt, aber Vorsicht, Fettflecken vom Öl gehen schlecht bis kaum von der Oberfläche ab, keine Ahnung warum, und Benzin wollte ich nicht nehmen.
Die Kupplung stellt sich auf irgendwas ein, aber egal wie sie steht, der Wagen fährt einwandfrei durch alles was ich in der Teststrecke drinne habe. R1 bis R5, gezogen und auch gestoßen,
Mein angehängter Fau flog raus, aber der ist sowieso eine Mimose trotz Drehgestellen. Der Fd blieb drin. Auch bei Vollgas.
Grüße
Michael
Auf dieser Seite gibt es die Masse des Originalwagens, wobei ich die überraschende Entdeckung gemacht habe, das mein Umbau auf LGB-Achsen maßstäblicher ist !
http://www.x-rail.ch/MOB/Guterwagen/Schotterwagen/Fdk-905.htm
Mass: Original: Modell: Maßstäblich:
Achsstand: 4m 175 mm 177 mm
Raddurchmesser 750mm 29mm 33 mm --> LGB Achsen haben 31 mm also besser !
ich habe mir auch ein Set geholt, aber auf Grund von Aussagen in diesem Forum, habe ich die Wagen vorgängig kurz kontrolliert. Alles bestens, mein Händler hat mir versichert, dass er über 100 Wagen hatte und ein einziger sei nicht ganz Einwanfrei gewesen.
LGD
Am 17.12.2015 hat Andreas hier einen Modellbericht über den Fd veröffentlicht, sein Modell sieht sehr gut aus, keine "Auflösungserscheinung" wie bei meinem Modell, keine hängenden Kupplungen, wie bei einem Modell.
Nur bei einem Bild musste ich doch ein wenig schmunzeln, die Nachbildung der Stellräder macht sich auch hier wieder selbstständig.... ;) (rechts)
Leider war mein Modell in Deutschland kein Einzelfall, aber das ist gegessen. Meiner ist geklebt und getuned, hat größere Räder (siehe Andreas' Liste, 3,5 mm Abweichung waren mir zu viel des Guten und es half beim Kupplungsproblem).
Jetzt noch die federnde Rückstellung der Kupplungen rein, die eigentlich für die HPL-Bausätze gedacht ist, aber wegen der "Ähnlichkeit" auch hier passt.
Grüße
Michael
Für die die es nicht sehen (wie ich) B)
Habe es einfach wieder hineingedrückt, aber ich mach nicht nochmals neue Fotos.
Gruss Andreas
Bearbeitet von Andreas Cadosch am 12.01.2016, 09:09
Und das soll mich nervös machen? Reindrücken und fertig! Das ist doch bei jedem anderen Hersteller auch möglich, hat doch nichts mit der Qualität zu tun. Wenn ich den Postboten zuschaue wundert mich gar nichts..
LGD
Die Idee mit dem Federdraht ist echt gut, habe ich auf der Webseite von Stefan Wyss gefunden, der ja in der Schweiz die Bausätze von MBS-Langula vertreibt.
[Bild nicht mehr verfügbar: rhbgartenbahn.ch/talbot_10.jpg]
(C) Stefan Wyss
Wegen der Abstammung von diesen Bausätzen passt ja alles auch am PULLMAN-Fd. Wenn man nur dessen große Pufferteller einzeln bekäme, das wäre noch eine echte Aufwertung des Modelles.
Grüße
Michael
Diese Dinge bekommst Du bei HPL. Großer Pufferteller, einzeln, komplett, einfach alles.
Habe die Pufferteller für die meisten Loks schon verwendet.Schicke Dir heute abend den speziellen Katalog.
peha
Hallo Herr Becker,
ich zitiere: 3,5 mm Abweichung waren mir zu viel des Guten
es geht um den Raddurchmesser der Fd's....
Warum fahren Sie dann die LGB Ge 4/4 II noch mit Original-LGB-Radsätzen?
Original-Durchmesser: 1070mm in 1:22,5 macht das 47,55mm
Im Modell wurden solche mit 37,5mm verbaut macht ca. 10mm Differenz.
Die Räder der Ge2/4 würden passen - da bin ich mal auf einen Umbaubericht von Ihnen gespannt.Die Breite des Lokkastens ist auch 9mm zu klein.
Man sollte alles gleich bewerten. Hoffentlich können Sie noch ruhig schlafen mit all den unmaßstäblichen Modellen der Großserienhersteller.
Es grüßt Sie
BerndBernd schrieb:
Hoffentlich können Sie noch ruhig schlafen mit all den unmaßstäblichen Modellen der Großserienhersteller.Es grüßt Sie
BerndKeine Sorge, mein Schlaf ist gesichert. Das Einzige was mich beunruhigen könnte, sind Newbies die mir etwas zu kess daher kommen, zwei Postings und beide ziemlich unverschähmt. 😆 Bislang kein brauchbarer (= hilfreicher) Beitrag.
Michael
Jaaaaa ..... bei gewissen FB Gruppen habe ich ein Motto: "Anregen, statt aufregen". Die Wirkung ist die gleiche wie bei "Abwarten und Tee trinken." ;) :)
Schönen Gruss
HJ
Hans-Joerg Mueller
Coldstream BC CanadaRhB - ganz weit im Westen von Canada ca. '69 bis '75. Als die RhB noch vorwiegend grün und wenig(er) verschandelt war.
Ausserdem alles nur AdhäsionsbetriebApropos Raddurchmesser, die 750mm Wagenräder waren/sind bei der RhB "die Norm"; ganz zu Anfang (LD) waren sie 10mm kleiner (740mm).
Bei den Streckenloks sind - seit den Ge4/4' - 1070mm Treibräder an der Tagesordnung.Schönen Gruss
HJ
Hans-Joerg Mueller
Coldstream BC CanadaRhB - ganz weit im Westen von Canada ca. '69 bis '75. Als die RhB noch vorwiegend grün und wenig(er) verschandelt war.
Ausserdem alles nur AdhäsionsbetriebDie Bemerkung scheint mir durchaus legitim, ein Wagen bei dem der Rad Durchmesser um wenige Milimeter nicht stimmt wird eine Riesen Kritik gewidmet, Bei LGB Modellen wo kein Mass genau stimmt, stört,sich niemand...
LGD (kein Newbie)
LGB kam 1968 aus dem Spielzeugsektor. Man wollte eine "Großbahn" zum Spielen die gelegentlich auch auf der Terasse fährt.
Schon die Urlok Stainz war nicht maßstäblich (Original 760mm) und in 1:22,5, die ersten Gleise aus Alu-Profilen mit 60cm Radius für die Wohnzimmertauglichkeit. Und diese Urabmessungen der Getriebe haben sich bis heute gehalten. Ebenso dass alles durch R1 muss.
Nach und nach wurde LGB gartenbahntauglich gemacht, Messinggleise, kurz vor der Pleite auch noch vernickelte Ausführung. Längere Loks und Wagen kamen, aber immer alles aus den schon vorhandenen Bausteinen und auf R1 getrimmt, auch zu Lasten der Maßstäblichkeit (mit dem Kroko ist Kiss auch teilweise auf diesen Zug aufgesprungen).Ehrlich gesagt man bedient halt die Marktmehrheit, eine Ge 4/4 III von LGB fährt überall, eine Ge 4/4 III von Scheba stösst bei R1 an ihre Grenzen, ein Mitteleinstiegswagenzug im deutschen Durchschnittswohnzimmer...
Nur die besagte Ge 4/4 II maßstäblich käme einem kompletten Neuaufbau gleich.
Da ist der Achsenwechsel bei Fd Wagen ein Kinderspiel dagegen.Nietenzähler und Pufferküsser finden sich eigentlich mehrheitlich in anderen Foren, hier haben bisher die konstruktive Kritik und praxistaugliche Umbautipps vorgeherrscht.
Grüsse
herby
hesch schrieb:
Nietenzähler und Pufferküsser finden sich eigentlich mehrheitlich in anderen Foren, hier haben bisher die konstruktive Kritik und praxistaugliche Umbautipps vorgeherrscht.Grüsse
herby
Danke! Ein wenig Beistand aus vernünftigem Munde tut echt gut.
im übrigen war der Achswechsel bei meinem Modell dem Umstand geschuldet, das die Kupplung zu tief hing und auf jeder Weiche den Zug abrupt gestoppt oder herauskatapultiert hat. Da taten die 2-3 mm (je nachdem wo man misst) echt Not. wie gerne hätte ich die schwereren Achsen drinne gelassen! Ob das auch andere betrfa, keine Ahnung.
Alles beschrieben im entsprechenden Posting, Zahnradhaken und LGB-Achsen als preisgünstiger work-around. Aber das haben einige schon wieder vergessen.
Und Dani, Du warst garnicht gemeint mit Newbie, wir sind nicht immer gleicher Meinung, aber von Dir kommen konstruktive Beiträge.
Grüße
Michael
Meine Meinung zu den "Problemen"? ich überlasse die Besprechungen der ersten Serie meist andern, bei den Pullman Fd ist die Streuung der Beurteilungen aber so gross, dass ich gerne auf die zweite Produktionsserie warte. Obwohl es auch passieren kann dass die zweite Serie dann schlechter als die erste ist, siehe z.B. KISS Ge 6/6". :( 😠
Schönen Gruss
HJ
Hans-Joerg Mueller
Coldstream BC CanadaRhB - ganz weit im Westen von Canada ca. '69 bis '75. Als die RhB noch vorwiegend grün und wenig(er) verschandelt war.
Ausserdem alles nur Adhäsionsbetrieb














